Die Ulner waren eines der ältesten und vornehmsten Adelsgeschlechter der Stadt. Als Burgemannen wohnten die Vorfahren der Ulner auf dem Areal des heutigen Albinischen Schlosses. Um 1310 kam die Stadt in den Besitz des Mainzer Erzbischofs; die Familie hatte nun ihren Sitz an dem Winkel zwischen Stadt- und Zwingermauer der Burg, in der Nähe der Stelle, wo die Gersprenz in die Stadtbefestigung eintritt (Bachsprung). Ihr dortiges Wohnhaus bildet in den Kellermauern des Ostflügels der heutigen Überbauten zu finden sein.

Hartmann von Ulner baute das Gebäude zu einem Renaissance-Wohnhaus aus, dessen Gewölbe in den östlichen Kellern heute noch begehbar sind. Das genaue Aussehen ist jedoch nicht überliefert, da sämtliche Unterlagen während des 30jährigen Krieges zusammen mit dem übrigen Stadtarchiv durch Feuer vernichtet wurden.

"Von umfangreicher Bautätigkeit im 16. Jahrhundert zeugen zwei rundbogige Türeinfassungen aus Sandstein, die sich heute möglicherweise nicht mehr am originalen Standort befinden. Deshalb sind auch zum Baubestand des 16. Jahrhunderts bislang keinerlei Aussagen möglich." (Dr. Hans-Hermann Reck)


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