1771 verschwand mit dem Tod des letzten direkten männlichen Nachkommen auch der Name der Familie Ulner aus Dieburg. Durch Heirat gelangte das Schloss in den Besitz Friedrich Wilhelms von Dalberg, der Begründers der Deutschen Gesellschaft in Mannheim, dessen Tochter es 1842 an den Freiherrn Friedrich Karl Joseph von Fechenbach veräußerte.

Fechenbach ließ das Schloss 1860/1861 durch Kreisbaumeister Krauß für seinen Sohn Hugo im klassizistischen Stil ausbauen: Das Gebäude erhielt ein Obergeschoss mit Satteldächern. Das Obergeschoss der Seitemflügel wurde dabei um eine Fensterachse nach hinten gezogen, so dass Freibalkone entstanden. An der Rückseite wurde ein großzügiges Treppenhaus engebaut. Das Schloss diente in diesem Zustand bis 1939 als Wohnsitz der Freiherren von Fechenbach. In diesem Jahr verkaufte Karoline Freiin von Fechenbach es an die Stadt Dieburg.

"Das Ergebnis der Baumaßnahme stellt einen nahezu neubaugleichen Umbau dar, der bei geschickter Adaption brauchbarer Substanz das barocke Schlösschen in eine spätklassizistische, italieninierende Villa verwandelte. Die nach Norden zum Wirtschaftshof gerichtete Seite mit dem Haupteingang sollte urspünglich in einer Flucht durchlaufen, erhielt aber noch während der Bauzeit den heutigen Treppenhausvorbau. Bei gleicher Treppenanlage ohne Vorbau hätte das Vestibül nur eine Tiefe von ca. 3,50 m erhalten - zu wenig für den repräsentativen Eingangsraum einer anspruchsvollen Villa." (Dr. Hans-Hermann Reck)


Druckbare Version

Sitemap (Von A bis Z)Copyright/HaftungImpressum/Kontakt