1717 ließ Pleikard von Ulner widerum dieses Gebäude niederlegen. An seiner Stelle wurde ein dreiflügliges Schlösschen in den Formen des Spätbarock errichtet. Dieser Bau stimmte im Umriß bereits mit dem heutigen Schloss überein, hatte ein Wohngeschoss über einem hohen Keller, sowie ein Marsarddach mit einem Zwerchhausgiebel über dem Mittelbau.

"Das Erdgeschoss wurde wahrscheinlich ganz neu erstellt, ebenso das Dachwerk. Die bis heute größtenteils erhaltenen Tür- und Fenstereinfassungen entsprechen in ihren Detailformen dem Zeitstil. Auch das Mansarddach war damals im adligen Bauwesen bereits üblich." (Dr. Hans-Hermann Reck)

Dieses "Ulnerschlösschen" wurde vom Verwalter Scriba 1849 in einem Inventar ausführlich in seiner Nutzung beschrieben. Demnach war das Schloss Teil einer größeren Anlage von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Im Ostflügel befanden sich die vier Wohnräume der Herrschaft, während der Westflügel als Wohnung der Verwalterfamilie diente. Im Mittelbau waren erdgeschossig "Garderobe", Küche und eine Dienstbotenkammer untergebracht. Im Zwerchhaus befanden sich zwei weitere Räume des Verwalters. Keller und Dachgeschoss wurden als Lagerräume genutzt.

Aus dieser Bauphase stammt auch das Allianzwappen der Familien Ulner und Haxthausen mit der Jahreszahl 1717 im gesprengten Giebel über dem Ehrenhofportal.


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